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Der Kriegsfriedhof auf Ekeberg

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebiet als großer Ehrenfriedhof für gefallene deutsche Soldaten genutzt. Zunächst wurden sie provisorisch auf dem Vestre Friedhof beerdigt, doch 1940 beschlossen die Deutschen, den Friedhof nach Ekeberg zu verlegen. Hier sollten die Soldaten „hoch und frei liegen“, wie es in der Begründung hieß.

Für den Bau des Friedhofs wurde kommunales Land genutzt, Villen wurden abgerissen, Terrassen, Treppen und Denkmäler errichtet. Der Friedhof erhielt sogar ein hohes Kreuz, ein Hakenkreuz und einen deutschen Adler als Relief. Die Gräber wurden mit sogenannten „Mönchskreuzen“ (Mönekors) markiert.

Zeremonien und Symbole

Auf dem Friedhof fanden mehrere große Zeremonien statt, darunter Feiern zum deutschen „Heldengedenktag“ sowie Gedenktage für die Invasion und die eigenen Märtyrer der Nationalsozialisten. Zu den Besuchern gehörten unter anderem Joseph Goebbels und Heinrich Himmler.

Verlegung und Spuren nach dem Krieg

Nach der Befreiung 1945 wollte man den Friedhof entfernen – einerseits, weil er wertvolles Freiland belegte, andererseits, weil man keinen deutschen Kriegsfriedhof so zentral in Oslo haben wollte. Versuche, die Überreste nach Deutschland zurückzuführen, scheiterten, und eine Einäscherung war schwierig, da viele der Gefallenen katholisch waren.

1952 wurden die Gräber zum Friedhof Alfaset umgebettet, und der Friedhof auf Ekeberg wurde entfernt.